Kosten Hausbau: Was kostet ein durchschnittlicher Neubau?

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Im Vergleich zum Hauskauf, gibt es für die Kostenkalkulation beim Neubau einige zusätzlichen Punkte zu beachten.

Auch im Corona-Krisenjahr 2020 wurde in Deutschland weiterhin fleißig gebaut. Knapp 370.000 Wohnungen wurden im Jahr 2020 genehmigt, was einen Anstieg von 2,2% im Vergleich zu 2019 bedeutete. Die Baulandpreise sind zwar weitgehend stabil, allerdings sind freie Bauplätze, zumindest in Metropolregionen nicht nur seltener, sondern auch teuer als bebaute Grundstücke.

Durchschnittspreise für Bauland

Im Jahr 2020 kostete der Quadratmeter Bauland für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Hamburg bis zu €1.762. Natürlich sind die Preise je nach Lage sehr unterschiedlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Stand: Dezember 2020) liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Deutschland für ein baureifes Land bei €200. Bei einem angenommenen Grundstück von 600 Quadratmeters läge der Kaufpreis bei etwa €120.000 (ohne Courtage). Im Falle des teuren Bauland in Hamburg stünde für den Einkauf sogar €881.000 an.

Bauexperten sagen, dass die durchschnittlichen Baukosten im vergangenen Jahre um knapp 30% angestiegen seien. Bundesweit gibt es große Unterschiede: So liegt der Preis je Quadratmeter in Sachsen-Anhalt bei €1.396, während Bauherren in Bayern durchschnittlich €2.176 bezahlen müssen (Stand Ende 2019). Für ein “normales” Einfamilienhaus kommen so schnell über €300.000 reine Baukosten zusammen.

Extrakosten beim Hausbau

Zusätzlich müssen Extrakosten für Keller, Garage, architektonische oder technische Highlights wie Erker oder Photovoltaikanlage berücksichtigt werden. Auch fallen eventuell Kosten für Provisionen oder besondere Gartenanlagen an.

Die Aufgaben eines Architekten

Architekten werden oft von Leuten beauftragt, die es individuell haben möchten. Dieser unterliegt einer Berufsordnung, die streng überwacht wird. Der Architekt ist der Mittler zwischen dem Bauherren und den Fachplanern der einzelnen Gewerke (Elektro, Tragwerk, Sanitär). Er ist dafür zuständig deren Arbeit zu koordinieren und fügt diese zu einem Gesamtwerk zusammen.

Der Architekt muss eine detaillierte Planung erstellen und sorgt sich außerdem um die Einhaltung der Kosten und der vorgegebenen Zeit, sowie die Funktionalität. Dennoch steht der Bauherr allen am Bau beteiligten Firmen und Handwerkern in Eigenverantwortung gegenüber.

Die Kosten für einen Architekten

Das Honorar des Architekten ergibt sich aus der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Die Höhe wird über zwei Faktoren bestimmt. Zum einen ist entscheidend wie komplex, beziehungsweise wie aufwendig die Bauaufgabe ist. In diesem Rahmen werden ein Mindest- sowie ein Höchstsatz festgelegt, abhängig von der Aufwendigkeit des Baus. Zum anderen die Höhe der anrechenbaren Kosten (Nettokosten für die Bereiche des Baus, für die der Architekt die Planung übernommen hat).

Wenn der Architekt für alle Leistungsphasen beauftragt wurde, liegen die Kosten für die vom erbrachte Leistung meist bei rund zehn Prozent der Gebäudekosten. Weitere zwei bis fünf Prozent des Honorars fallen als Nebenkosten für Fahrtkosten, erstellte Pläne und Ähnliches an.

Quelle: Bellevue Ratgeber Immobilien 2021

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass unsere Artikel keine Steuer-, Rechts-, oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Ihre persönlichen Angelegenheiten sollten sie in jedem Fall einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder Finanzberater kontaktieren.

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